Wim Wenders

Wim Wenders wurde 1945 in Düsseldorf geboren und wuchs in Düsseldorf, Koblenz und im Ruhrgebiet auf, wo er das Humanistische Gymnasium in Oberhausen besuchte. Nach zwei Jahren des Studiums der Medizin und der Philosophie und einem einjährigen Aufenthalt als Maler in Paris besuchte er von 1967 bis 1970 die Hochschule für Film und Fernsehen in München.

Im Jahr 1971 war er Gründungsmitglied des Filmverlags der Autoren, der treibenden Kraft hinter dem »Neuen Deutschen Kino«. 1975 gründete er in Berlin seine eigene Produktionsfirma, »Road Movies«. Sein zahlreichen Auszeichnungen und Preise für sein filmisches Werk umfassen u.a. Oscar-Nominierungen für BUENA VISTA SOCIAL CLUB und für PINA. Sein Dokumentarfilm THE SALT OF THE EARTH über den brasilianischen Photographen Sebastião Salgado, bei dem dessen Sohn Juliano Salgado Co-Regie führte, feierte 2014 in Cannes in der Reihe Un Certain Regard Weltpremiere. Sein 3D-Film EVERY THING WILL BE FINE mit James Franco in der Hauptrolle befindet sich gerade in Postproduktion. 1984 wurde Wim Wenders Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Er erhielt die Ehrendoktorwürde der Universität Sorbonne in Paris (1989), der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg (1995) und der Universität Louvain (2005). Wim Wenders ist Gründungsmitglied der European Film Academy und seit 1996 ihr Präsident. Seit 2005 ist er Mitglied des Ordens Pour le Mérite. Gegenwärtig unterrichtet er als Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.
Eine größere Auswahl seiner Photographien, »Bilder von der Oberfläche der Erde«/»Pictures from the Surface of the Earth« und »Places, strange and quiet«, wird seit 2001 weltweit in Museen und Kunstinstitutionen ausgestellt. Wim Wenders hat zahlreiche Bücher mit Essays und Photographien publiziert. Er lebt mit seiner Frau, der Photographin Donata Wenders, in Berlin.
Im Herbst 2012 gründeten seine Frau und er die Wim Wenders Stiftung in Düsseldorf. Diese stellt einen rechtlich verbindlichen Rahmen dar, um sein filmisches, photographisches, literarisches und künstlerisches Lebenswerk zusammenzuführen und so einer breiten Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich zu machen.